Gedanken zur Kommunal- und Verwaltungsreform“ im Hochwald
Unabhängig von den vielzähligen handwerklichen Fehlern der rot-grünen Landesregierung an dieser Kommunal- und Verwaltungsreform“, die zunächst Kreisgrenzen und Aufgabenkritik unbeachtet ließ, ist es aus meiner Sicht zumindest grob fahrlässig, die „Hochzeitsprämien“ auszuschlagen und sehenden Auges in die Zwangsfusion zu steuern.
Hier hätte ein (politisches) Zeichen gesetzt werden können. Ein Zeichen für Bürgerbeteiligung, direkte Demokratie, ein Zeichen gegen Kirchturmdenke, ein Zeichen für möglichst professionelle, nachhaltige und effiziente Verwaltungsstrukturen, ein Zeichen gegen Denkmäler und für die Zukunft. All diese Zeichen wurden indes nicht gesetzt. Ich halte es für bedenklich, wenn wir es nicht einmal im Kleinen schaffen, uns zu organisieren. Ganz zu schweigen von dem - aus meiner Sicht zwingenden - „großen Wurf“ einer Reduzierung der Anzahl unserer Bundesländer in Deutschland.
Möglicherweise braucht es zunächst weiteres frisches Blut, um die Erfordernisse der heutigen Zeit zu erkennen. In diesem Zusammenhang möchte ich all denjenigen danken, die offen und transparent ihre Meinung kundtun und trotz teilweise nicht unerheblicher Widerstände für die Sache kämpfen. Für eine gute Sache. Denken wir dabei beispielsweise an Malborn mit Thiergarten, Heidenburg, Neunkirchen, auch Schillingen und an andere Orte.
In Zeiten, in denen die Gießkanne nicht mehr genug Wasser für alle trägt, müssen wir alle bereit sein, den Status von Mittelzentren zu sehen und zu akzeptieren. Gleichwohl muss alles daran gesetzt werden, dass es in unseren Ortschaften lebenswert bleibt. Ohne das Absenken von Standards, Standortschließungen oder zumindest Kooperationen wird dies aber nicht zu schaffen sein, auch nicht mit den Einnahme-Fluten aus der Windkraft.