Verbindliche Sprachtests fördern Integration
Schartz, zugleich auch Trier-Saarburger Landrat, stützt seine Äußerung auf den Lagebericht der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung Maria Böhmer sowie auf weitere Stellungnahmen der Bundesregierung. In diesen fachlichen Stellungnahmen heißt es, dass frühkindliche Sprachförderung und sprachliche Bildungsangebote allen Kindern mit Migrationshintergrund einen erfolgreichen Bildungsweg ermöglichen sollen.
„Jedes Kind und insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund sollen vor Beginn
der Schullaufbahn über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Dazu sind
mehr Förderangebote sowie flächendeckende und verbindliche Sprachstands-feststellungen im frühkindlichen Bereich erforderlich,“ so der Bericht der Bundes-regierung.
„Das ist klar und eindeutig“, so Schartz. Gerade bei der Spracherziehung in Deutsch sei mehr Verbindlichkeit erforderlich. Die deutsche Sprache ist genau wie Rechnen oder Schreiben eine Schlüsselqualifikation. Wenn es bei der deutschen Sprache schon im frühkindlichen Bereich Defizite gebe, müsse die Gesellschaft handeln. Mit verbindlichen Tests bei den Kindern würden auch die Eltern mit in die Verantwortung genommen. Eltern mit Migrationshintergrund würden durch Sprachtests bei ihren Kindern stärker motiviert ebenfalls die deutsche Sprache zu lernen. Durch verbindliche Tests würden Defizite somit schneller erkennbar. Dies helfe den Kindern bei der Integration. Dies sei auch durch zahlreiche Erfahrungen auf kommunaler Ebene in Schulen, Jugendhilfe und Ausländerwesen.Insofern sei die Äußerung der Sozialministerin und der SPD nicht nachvollziehbar sondern eher eine pauschale Abwehrreaktion auf eine berechtigte und fachlich belegte Forderung von Julia Klöckner.
Im Übrigen zeige das Verhalten der SPD, dass man vor dem Hintergrund der internen Diskussion um den Partei-Ausschluss Sarrazins eine offene Diskussion um Fehlentwicklungen bei der Integration scheue.